Testbericht von Markus Graf zur MAËL Swiss Protection Sock
Mitte Januar bekam ich von der Swiss Barefoot Company die neuen Protection Sock zum testen zugeschickt:
Einfacher gesagt als getan, draußen ist tiefster Winter rund um’s Haus liegen 30cm Schnee
ein Urlaub im Süden nicht geplant. Also erstmal die Socken nur im Haus angezogen und ein paar Stunden getragen.
Wer ähnliche Vorgängersocken oder Neoprenschuhe aller Art kennt, dem fällt bei den neuen Socken sofort der Unterschied beim Anziehen auf, obwohl auch diesmal wieder die Zehen sortiert werden müssen, geht dies nun deutlich schneller und einfacher!
Der Tragekomfort ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da ich sonst nie Mehrzehen-Socke trage (grins). Die Zehen gewöhnen sich aber sehr schnell daran, es gibt diesmal auch keine Nähte, die wie bei anderen Produkten irgendwo zwicken.
Vor allem ist es aber die Flexibilität der Socken, die für den nun deutlich bessern Tragekomfort verantwortlich ist.
Die erste brauchbare Testgelegenheit bot sich am 1. Februar an meinem Lieblingspot (Nordsee). Hmm, - 2° Luft - 1° Wasser, da „raus“ nur mit Socken ohne Neoschuhe, also ich hab’s mich nicht getraut. Da ich die Socken aber bereits im Hotel angezogen hatte und der Weg zum Strand sich auch mit trockenen Socken bereits verdammt kalt anfühlt, habe ich einfach noch meine Neoschuhe drüber gezogen und bin dann ab ins Wasser
Resultat: ich war 3 Stunden kiten und hab nur an den Fingern gefroren, ob die Socken nun wirklich zusätzlich wärmen, kann ich nicht beweisen... mir kam es aber so vor.
Einen unerwarteten Nebeneffekt konnte ich aber bereits feststellen, der unvermeidliche Sand unter den Füssen, der beim umziehen schnell mal in den Neoschuhen landet und oft nette Wundstellen hinterlässt, hat mit Socken keine Probleme bereitet, man klopft ihn einfach ab.
Die nächsten Testgelegenheiten an folgenden Stränden:
13.2. Ijmuiden (Luft 2° Wasser 2°) !
23.2. Lieblingsspot (Nordsee leider zugefroren)
05.3. Lieblingsspot (Luft 5° Wasser 4°)
19.3. Lieblingsspot (Luft 8° Wasser 6°)
31.3. Steinhuder Meer (Luft 10° Wasser 8°)
02.4. Hindeloopen (Luft 10° Wasser 9°)
Alle nur mit Neoschuhen möglich... daher auch keine neuen Erkenntnisse!
Pardon, natürlich hab ich die Socken zwischenzeitlich mehrfach gewaschen (einfach ab in die Waschmaschine bei 30° zusammen mit allem Sonstigen, was es zu waschen gab).
Leider reicht das aber nicht aus den Sand aus den Socken zu waschen, also noch mal auf links ziehen und im Waschbecken den restlichen Sand auswaschen. (Das Material ist erstaunlich dicht).
Der erste Test ohne Neoschuhe war mangels Wind nur am Wasserskilift in Paderborn, das Wasser ist immer noch verdammt kalt ca. 8-9°, die Luft schon deutlich wärmer, bei solchen Bedingungen geht’s locker - 2h nur mit den Socken!
Leider musste ich wieder mehrfach um den See laufen, so ist das halt, wenn man ausprobiert... aber das Wellenbrett wollte mal „strapless“ getestet werden, die Haftung ist mit Socken sogar besser.
Beim Rundlauf um den See konnten die Protection Sock dann erstmals zeigen wofür Sie eigentlich gemacht sind, kleine spitze Steine, Äste und oft auch Glasscherben liegen da rum!
Die Socken halten das alles ab, man spürt aber trotzdem jeden Stein, es fehlen halt aus gutem Grund die harte Sohlen. Meine Frau (Wasserskianfängerin) hat sich letzten Sommer extra ein Paar Flip Flops in die Prallschutzweste gestopft, damit Sie ohne kaputte Füße um den See kommt!
Am 22.4.2011 konnte man endlich mal ohne Neoschuhe kiten, die Nordsee hat mittlerweile 10-12° und die erste 7h Session war möglich!
Obwohl am Spot wenig scharfe Muscheln liegen hab ich die Socken angezogen, wird wohl langsam zur Gewohnheit, hier meine Eindrücke:
- Die Haftung in den Schlaufen ist kaum ein Unterschied zu barfuss – eher geringfügig besser.
- Das sogenannte „Barfußgefühl“ ist komplett vorhanden, wenn man den gefühlten Unterschied zwischen normalen Socken und nackten Füssen mal ignoriert.
- Höhe laufen am Strand mit tief stehendem Kite, Neoschuhe verdrehen da schon mal gerne (sehr sehr unangenehm), die Socken nicht.
- Bei misslungenen Sprüngen rutscht man schon mal unangenehm tief in die Neoschuhe, das ist bei den Socken nicht der Fall.
- Die nassen Socken sammeln natürlich am Strand fleißig Sand auf, der aber nicht in die Socken kommt und beim ersten Wasserkontakt wieder verschwindet.
- Längeres brutales Ankanten z.B. zum "Höhe pressen", dabei geben die Socken am Spann ein wenig nach, mit dem Resultat das die Füße dabei etwas schneller müde werden ähnlich wie bei Neoschuhen
- Was mir sehr angenehm aufgefallen ist, die obligatorischen Wundstellen nach einer 7h Session, bei mir meist unter der Ferse oder am kleinen Zeh, sind diesmal ausgeblieben.
- Auch im Wasser musste ich diesmal wieder einige Meter laufen und bin dabei auf irgendetwas Spitzes getreten (Muschel oder Stein), das schmerz fast genauso wie barfuß, die Füße sind aber unverletzt geblieben
- Und nicht zu vergessen, das leidige Thema Sonnenbrand gibt es auch an der Nordsee und gerade um diese Zeit, aber bei mir diesmal nicht auf den Füßen.
Zum Schluss noch zur Haltbarkeit, ich behaupte, das ich die Socken nun ordentlich strapaziert habe, bisher kann ich aber keinen Verschleiß erkennen!
Mein persönliches Fazit:
besser geht es nicht, es braucht nichts mehr verändert werden, die Socken sind genial...und mein klare Kaufempfehlung!

Copyright bei Markus Graf – Detmold
Kontakt Markus Graf: max-g@online.de
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